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Kommentierte Literaturempfehlungen für extreme Sportabenteuer:
Fasching, W.: Feuer im Kopf. Salzburg 1997
Was Literatur im Extremradsport angeht, ist dieses Buch ganz klar die allererste Wahl. Offen und ehrlich berichtet einer der erfolgreichsten Ausdauersportler über seine Erfahrungen und Probleme. Dabei wird erklärt, wie Wolfgang Fasching diese Widrigkeiten erfolgreich überwinden konnte.
Bölts, U.: Quäl dich, du Sau! Bielefeld 2006
Was "Feuer im Kopf" für den Extremradsport bietet, leistet diese Veröffentlichung für den Straßenradsport. Wenn ich das Buchcover betrachte, muss ich jedes Mal wieder über den Titel schmunzeln. Man hätte es auch beim "Quäl dich…!" mit drei Punkten belassen können! Nur schade, dass der Autor in die Dopingstrukturen seines Teams eingebunden war.
Bonatti, W. 40 Tage. Ich und der Tiger. In: Meine größten Abenteuer. München 2004.
Bekannter ist Walter Bonatti als Bergsteiger, lesenswerter sind seine Abenteuerbücher. Er schildert anschaulich, wie er sich asketisch in Einklang mit der Natur der Wildnis hingibt. Empfehlenswert sind in dieser Hinsicht auch die Entdecker- und Erforscherbücher von Sven Hedin und seinen Zeitgenossen.
Harrer, H.: Die weiße Spinne. Die Geschichte der Eiger-Nordwand. Frankfurt/M. 1989
Hierbei handelt es sich um das Bergbuch schlechthin. Die Weiße Spinne ist und bleibt zeitlos aktuell und wird wohl auch in 100 Jahren noch verlegt werden.
Schulze, I.: Transeuropalauf 2003. Leipzig 2007
Extremsport aus einer neuen, ungewohnten Perspektive: Der Veranstalter berichtet über seine Nöte und Sorgen bei Organisation und Durchführung einer der längsten bisher durchgeführten Laufveranstaltungen.
Meneweger, H.: Race across America. Das härteste Radrennen der Welt. Salzburg 1999
Ein weiterer schonungslos offen geschilderter Tatsachenbericht über die Teilnahme am RAAM.
Callahan, S.: Im Atlantik verschollen. Der 76tägige Überlebenskampf eines schiffbrüchigen Seglers. Bergisch Gladbach 1990.
Extreme Sportarten bergen lebensbedrohliche Situationen: Ein Negativbeispiel, wie sich Sport zum Desaster entwickeln kann - und wie man mit Geduld und Nervenstärke überlebt.
Kimmage, P.: Raubeine rasiert. Bielefeld 2003
In diesem Buch wird mit dem Hochglanzimage und einem falschen Klischee von jungen Millionären im Radsport aufgeräumt. Wer nach der Lektüre dieses Buches noch Radprofi werden will, soll einen Schritt vortreten! Auch erhältlich als "Rough Ride", so die englische Originalausgabe aus dem Jahr 1990.
Helfgen, H.: Ich radle um die Welt. Band 1 & 2. Gütersloh 1956.
Ein zweibändiger Reisebericht aus den Fünfziger Jahren der ersten Solo-Weltumrundung per Rad. Nicht der Sport, sondern die soziokulturellen Begegnungen stehen im Mittelpunkt der Betrachtung.
Fasching, W.: Le Tour Direct - die etwas andere Tour de France. Eigenverlag 2006.
Ein persönlicher Bericht von der europäischen Version des RAAM. Gute Bilder und klare Textstruktur machen dieses Buch im Selbstverlag zur Standardliteratur für Ausdauersportbegeisterte.